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MOTORRAD NEWS:
2009-06-09 ... KTM steigt aus der "Rally Dakar" aus Nachdem der Organisator der „Südamerikanischen Dakar“, die französische
ASO in einer Pressekonferenz am 4. Juni bekannt gegeben hat, dass ab
2010 nur mehr Motorräder mit einem maximalen Hubraum von 450 ccm
zugelassen sind, hat KTM nach 8 Siegen in Serie den sofortigen und
konsequenten Ausstieg aus der „Dakar“ beschlossen. Weder die offizielle
Werksmannschaft noch das KTM Assistenz-Team, werden zukünftig am Start
der Rally in Süd-Amerika vertreten sein.
Gleichzeitig unterstreicht das Unternehmen sein Bekenntnis zum Rally Sport
mit dem fortlaufenden, konzentrierten Engagement in der Rally
Weltmeisterschaft sowie bei weiteren wichtigen Rally Veranstaltungen.
Die kurzfristige Reglementänderung, mit dem Ziel die Dominanz von KTM zu
beenden, trifft das Werk ohne Vorankündigung mit voller Härte. Heute, 6
Monate vor dem Start zu einem Zeitpunkt da sowohl das Werk als auch
Dutzende privater Teams tief in den Vorbereitungen des extrem aufwändigen
Rennens stecken, ist der sofortige Rückzug des weltweit führenden Hersteller
von sportlichen Offroad-Motorrädern, die einzigst mögliche Konsequenz.
„Jedes Sportreglement braucht Veränderungen und Anpassungen an neue
Entwicklungen um interessant zu bleiben, aber diese benötigen
angemessene Vorlaufzeiten. Wir haben das gesamte Material für die 690
Rally Motorräder des Factory Teams sowie für die über 50 Kundenmotorräder
die im Juni gebaut werden sollen auf Lager. Fahrerverträge sind fixiert, alle
Teammitglieder festgelegt. Die finanzielle Belastung die aus dieser
Entscheidung resultiert ist gewaltig. Darüber hinaus sind wir schockiert über
die nicht vorhandene Loyalität des Veranstalters, vor allem nach den
gewaltigen Anstrengungen die wir nach der Absage der Dakar im Jahr 2008
bei der Neuauflage – trotz der angestrengten Wirtschaftslage – in Kauf
genommen haben“, so KTM-Motorsport Berater und „Rally-Legende“ Heinz
Kinigadner in einer ersten Stellungnahme.
Mit der Festlegung auf 450ccm Motorräder, die für den Einsatz in
Langstrecken-Rallys denkbar ungeeignet sind, wurde KTM aber auch die
wirtschaftliche Rechtfertigung für ein weiteres Engagement in der Dakar Rally
entzogen. KTM-Motorsport Direktor Winfried Kerschhaggl: „Der Rallysport
dient dazu die Leistungsfähigkeit und Standfestigkeit unserer großvolumigen
Serien-Einzylinder unter Beweis zu stellen. Wir bleiben in jedem Fall im Rallysport aktiv! Das Rennen in Süd-Amerika ist für KTM jedoch Geschichte.
Wir werden uns jetzt voll auf die Rally Weltmeisterschaft konzentrieren und
uns nach Alternativen umsehen. Vielleicht werden wir schon bald wieder ein
volles KTM Rally Engagement in Afrika sehen- back to the roots!“
Mit dem Bekenntnis zum Rally-Sport nimmt KTM auch die selbstgestellten
Verpflichtungen gegenüber seinen langjährigen Kunden wahr, die sich
weltweit, im Vertrauen auf die Produkte und den einzigartigen Service der
Österreicher für den Rally-Sport und für KTM-Motorräder entschieden haben.
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