MOTORRAD NEUHEIT:
2008'er Kawasaki ZZR1400 
Gezielte Änderungen an Motor und Auspuff der ZZR1400 stellen für 2008 die Einhaltung der strikten Euro-III-Bestimmungen sicher. Durch Reduzierung der mechanischen Geräusche sind unter anderem auch mögliche Leistungsverluste minimiert worden. Außerdem hat man die Gesamtcharakteristik des Motors modifiziert und die Spitzenleistung sogar erhöht.
Hauptmerkmale der ZZR1400:
- Geballte Leistung und gewaltiges Drehmoment des 1.352-cm3-Vierzylinder-Reihenmotors
- Hervorragende Stabilität und gutes Handling dank des gut ausbalancierten Monocoque-Aluminiumrahmens
- Hervorragende Kontrollierbarkeit und gutes Feedback durch 43-mm-Upside-down-Gabel und voll einstellbare Uni-Trak-Hinterradfederung
- Phänomenale Bremskraft und -dosierbarkeit durch insgesamt drei Bremsscheiben im Petal-Design sowie radial montierte Bremssättel und ein Radial-Hauptbremszylinder vorn
- Fahrqualitäten eines Flaggschiffs dank durchdachter Ergonomie und entspannter, sportlicher Sitzposition.
- Das markante, avantgardistische Styling verströmt ein besonderes Flair.
Mit der 2008er-Version der ZZR1400 werden all diese großartigen Merkmale unter Beibehaltung hervorragender Fahreigenschaften bewahrt. Allgemein wurde das Gesamtpotenzial der ZZR1400 verbessert. Abgas- und Geräuschwerte liegen nun niedriger, die Spitzenleistung ist höher. Der Mid-Range-Punch setzt nun sanfter ein, aber das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich wurde deutlich erhöht.
Die neuen Merkmale im einzelnen:
Einhaltung der Euro-III-Abgasnorm
- Zusätzlich zu den beiden vorhandenen Wabenkatalysatoren (je einer pro Schalldämpfer) wurde ein dritter Katalysator im Sammler hinzugefügt.
- Europa-Modelle besitzen eine Lambda-Sonde, die den Sauerstoffanteil im Auspuff misst und diese Information an die ECU weiterreicht. Die ECU reguliert die Kraftstoffmenge für die feinzerstäubenden Einspritzdüsen. Je nach Bedarf wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch magerer oder fetter eingestellt, um eine optimale Verbrennung und niedrige Abgaswerte zu gewährleisten.
- Eine neue ECU wurde notwendig, um Messwerte von der Lambda-Sonde verarbeiten zu können.
- Zylinderkopf und Zylinderkopfdeckel besitzen größere Einlässe fürs Sekundärluftsystem (etwa 20 Prozent größer), um auf einfache Weise mehr Luft und damit mehr Sauerstoff in das Auspuffsystem zu bekommen.
- Das Lufteinlassventil kann ebenfalls etwa 5 Prozent mehr Luft verarbeiten.
Motor-Feintuning
Nachdem die Einhaltung der Euro-III-Norm gesichert war, wurde durch Veränderungen am Motor ein optimales Gleichgewicht zwischen verbesserten Leistungswerten und niedriger Geräuschkulisse zur Einhaltung von Lärmbestimmungen gefunden. Als Ergebnis hat der Motor nun die gleichen Fahreigenschaften, höhere Spitzenleistung, verbesserte Linearität im mittleren Drehzahlbereich und mehr Power im unteren Drehzahlspektrum.
- Für optimale Strömungseigenschaften wurde das Design der Einlasskanäle überarbeitet.
- Die feinzerstäubenden Einspritzdüsen haben eine Tröpfchengröße von 75 µ und vergrößern den seitlichen Abstrahlwinkel von 15 auf 20 Grad und verteilen so den zerstäubten Kraftstoff damit über eine größere Fläche.
- Die Innenkonstruktion der Schalldämpfer wurde überarbeitet. Das Volumenverhältnis zwischen der ersten und dritten Kammer ist angepasst worden. Außerdem hat sich die Länge der Rohre verändert, die über die Schalldämpfer-Prallbleche hinausstehen.
- Die Einlässe der Verbindungsrohre (Interferenzrohre 1-4 und 2-3) wurden um etwa 75 Prozent vergrößert, um der neuen Form des Sammlers Rechnung zu tragen (wegen des zusätzlichen dritten Wabenkatalysators). Diese Modifikation trug entscheidend zur verbesserten Drehmomentcharakteristik vor allem im unteren Drehzahlbereich bei.
- Die Geräusch- und Abgaswerte unterschreiten die Normen auf allen Märkten deutlich, Leistungs- und Drehmomentwerte sind für alle Lieferregionen weitgehend gleich (außer Frankreich).
Reduzierte mechanische Geräusche
Durch Maßnahmen zur Verringerung der mechanischen Geräusche konnten gleichzeitig Leistungseinbußen auf ein Minimum beschränkt werden. (Wenn man die mechanischen Geräusche reduziert, ist weniger Geräuschdämpfung im Auspuff notwendig – so kann das Auspuffsystem konsequent auf mehr Leistung ausgelegt werden.)
- Überarbeitete Kolbenprofile tragen zur Verringerung mechanischer Geräusche bei.
- Kunststoff-Einlagen an der Innenseite der Kettenabdeckung aus Magnesium leisten ebenfalls einen Beitrag zur Verringerung mechanischer Geräusche.
Fahrwerk
- Bei der Fertigung der Aluminiumgussprofile des Hauptrahmens, an die der Heckrahmen verschraubt ist, wurde statt des herkömmlichen Gießprozesses per Schwerkraft (Niederdruck-Verfahren) ein Druckgussprozess eingeführt. Damit wurden die Teile etwas leichter, was zur Gewichtsersparnis beiträgt.
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